Reisebericht            Südafrika Oktober 2010

Sechs Jahre nach unserer ersten Reise durch das südliche Afrika, war es im Oktober 2010
wieder soweit. Mit unserem sechs Jahre alten Sohn Jannis gingen es mit dem Flieger von
Hamburg über London und Johannesburg nach Port Elizabeth. Den Mietwagen und die
ersten drei Übernachtungen im Bayside-Guesthouse hatte ich bereits von Deutschland aus
gebucht. Alle weiteren Übernachtungen haben wir dann Vorort gebucht.
Besonders gespannt waren wir, wie Jannis die Flüge erleben und wegstecken würde.
Auf dem Hinflug funktionierte alles Reibungslos, insbesondere, die in den Rückenlehnen
eingebauten Bildschirme, fand er fazinierend.  Da wir in Johannesburg nur zwei Stunden
Aufenthalt hatten, und wir das Gepäck in Empfang nehmen mussten, um es erneut für den
Inlandsflug einzuchecken, verging die Zeit rasend schnell. Ein freundlicher Mitarbeiter des
Airports zeigte uns dann in einem rassanten Laufstil den richtigen Weg.
 
  
 Nachdem wir in PE (die Südafrikaner kürzen Port Elizabeth immer so ab) unseren Chevrolet
in Empfang genommen hatten, ging es auch schon Los in Richtung unseres ersten B&B.
An den Linksverkehr habe ich mich schnell wieder gewöhnt und nach einem kurzen Umweg
haben wir das Bayside-Guesthouse auch gefunden. Die Freundliche Gastgeberin und die tolle
Unterkunft machte sofort einen positiven Eindruck auf uns. S uns C versorgten uns nicht nur
mit einem köstlichen, reichhaltigen Frühstück sondern auch mit jeder menge Tipps für unsere
Ausflüge. PE hatten wir als Ausgangsort gewählt, da wir gerne in den Addo Elephant Park wollten.
Wir haben in den drei Tagen die wir in PE verbrachten auch keinen wirklichen weiteren Grund
gefunden um dort länger zu bleiben.
 
                     Unterkunft in PE
  
 Am Sonntagmorgen wurden wir an unserer Lodge von unserem Guide abgeholt. In dem Kleinbus
saßen bereits 3 junge Schweitzer und 4 ältere Amerikaner. Die Fahrt zum Addo dauerte ca. 1 Stunde.
Clif hatte für uns diese Tour gebucht und es stellte sich als absoluter Glücksgriff heraus. Wenn auch
nicht ganz billig, war es doch das Geld wert. Im Addo fuhr er uns dann von einer Elefantenherde zur
nächsten. Konnte uns vieles über diese sanften Riesen erzählen und wusste genau wie wir die
besten Bilder bekommen konnten. Dem geschickten steuern seines Busses verdankten wir auch,
daß ein großer Bulle ca. 1 Meter entfernt von uns vorbeischritt. Nach einem leckeren Mittagessen
ging es dann in den Schotia-Park, einem an den Addo angrenzenden Privatpark. In offenen
Fahrzeugen konnten wir dann Gnus, Giraffen, Springböcke, Nashörner, Löwen, Zebras und Nilpferde
beobachten. Bei einbruch der Dunkelheit fuhren wir dann zum Braai in ein Camp.
Nach dem köstlichen Abendbrot sollte es dann in Richtung heimatlichen B&B gehen. Doch auf der
Rückfahrt gab es dann noch eine willkommene Überraschung: Mehrere Löwen in unmittelbarer
Nähe des Fahrzeuges. Nicht nur unser Sohn war davon begeistert.

 
 
Wasserloch im Addo Elephant Park
Den Plan langsam an der Küste entlang in Richtung Knysna zu fahren haben wir kurzfristig
umgestoßen. Der Grund: Ein dickes Regenegebiet. Also fuhren wir an diesem Regentag auf der N2
zunächst bis zum Monkeyland / Birds of Eden in der Nähe von Plettenbergbay. Monkeyland hatten wir
bereits 2004 besucht, wollten es aber Jannis zeigen. Im angrenzenden Park Birds of Eden, einer
riesengroßen Freiflugvolliere, werden die verschiedensten Vögel gehalten. Auf Holzstegen geht man
auf Höhe der Baumwipfel durch einen beeindruckenden Park. Da wir fast alleine waren (Regentag)
waren auch die Geräusche fazinierend. Am frühen Abend ging es dann weiter in Richtung Knysna.
Wir hatten von Steffi einen B&B Tipp bekommen und uns telefonisch bei Tina angemeldet.
In der deutschsprachigen Panorama Lodge von Tina und Dieter wurden wir herzlich aufgenommen,
gerne wären wir ein paar Tage mehr geblieben, aber sie waren für die nächsten Tage bereits ausgebucht. Aber Tina versorgte uns mit reichlich Tipps und Empfehlungen, nicht nur für die Umgebung von Knysna,
sondern gleich für unsere gesammte Reise.
 
Ausblick aus der Panorama Lodge
Nach einigen Aktivitäten in und um Knysna herum, ging es dann weiter nach Oudtshoorn. In Burgas B&B
wurden wir herzlich empfangen. Am Nachmittag hatten wir die Adventure Tour durch die Cango Caves
gebucht. Unser Guide John führte die kleine Gruppe sehr unterhaltsam in einem Sprachenmix aus
Englisch, Afrikans und Deutsch. Es ging zum Teil durch sehr enge Tunnel, Spalten und Löcher, die für Erwachsene schon eine echte Herausforderung darstellen. Jannis meisterte all diese spannenden
Abenteuer am besten. Nach dieser Körperlichen Anstrengung haben wir uns dann am Abend, in der Buffelsdrift Lodge ein herliches Straußensteak gegönnt. Lecker!!!
 
Adventure Tour in den Cango Caves
Durch ein tolles, sehr umfangreiches Frühstück bei Burga gestärkt, fuhren wir zur Cango Ostrich Farm.
Da wir an diesem Morgen offenbar die einzigen Gäste waren erhilten wir zu dritt eine Führung über die Straußenfarm. Die Führung erfolgte ganz zur Freude von Jannis in Deutsch. Die Straußenfarmen rund
um Oudtshoorn bilden einen enormen Wirtschaftsfaktor für die gesammte Region. Leider war es an
den beiden Tagen die wir dort waren recht kalt und es hat auch geregnet. Aber alle (außer die Touristen)
haben sich darüber gefreut, da es schon seid mehreren Wochen keinen Regen gab und die
Wasservorräte schon sehr knapp waren.
Weiter ging es dann für uns über die Route 62 bis nach Montagu.
 
Straußenumarmung
 Am nächsten Morgen sind wir bei strahlendem Sonnenschein aufgebrochen. In Roberstson kamen wir
dann direkt auf ein Weinfestival zu. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
Bei dem Wine on the River Festival kauf man ein Tagesticket, erhält dafür unter anderem ein Weinglas, mit
dem man von Winzer zu Winzer geht und alle Weine probieren kann. Auf dem River wurden zusätzlich
Bootstouren angeboten. Ich hatte das Glück neben einem Südafrikanischen Winzer zu sitzen, mit dem ich
schnell ins Gespräch kam.
Am Nachmittag haben wir dann das Weingut Mhudi in Stellenbosch angesteuert. Das Weingut gehört der schwarzen Familie Rangaka. Obwohl wir eigentlich zu spät waren, nahm sich die Tochter des Hauses
Zeit für uns und stellte uns die verschiedenen Weine des Weingutes vor, während unser Sohn ausgelassen
mit den gleichaltrigen Jungs spielte. Am späten Nachmittag haben wir dann die Kleinbosch Lodge
angesteuert. Der Inhaber Hans Kast hat uns freundlich begrüßt und wir fühlten uns sofort wohl.

 
Wine on the River Festival - Robertson
 Für die nächsten fünf Tage sind wir dann in der Selfcatering Lodge geblieben. Hans hatte viele gute Tipps
für uns. So sind wir am Morgen über Strand, Gordon´s Bay nach Betty´s Bay zur Pinguin-Kollonie
aufgebrochen. An der wundervollen Küstenstraße gibt es viele Walaussichtspunkte, leider haben wir
keine Wale gesehen. Dafür jede Menge Pinguinein Betty´s Bay.
 
Für Montag hatten wir uns Kapstadt vorgenommen. Von Stellenbosch aus, auf der N2, dauerte die Fahrt bis
zur V&A Waterfront ca. 50 Minuten. Dort angekommen steuerten wir als erstes die Haltestelle für die
Busrundfahrten an. Mit dem Doppeldeckerbus und den deutschsprachigen Erklärungen (Kopfhörer)
bekommt meinen einen tollen Überblick über diese schöne Stadt. Da man an vielen Stellen aussteigen kann,
um die Fahrt später an gleicher Stelle mit einem der nächsten Busse fortzusetzen, kann man also aus
die fast 2 Stündigen Tour noch ordentlich ausdehnen. Wir sind am afrikanischen Markt ausgestiegne, um uns mit einigen Mitbringseln zu versorgen. den zweiten Stop legten wir am Tafelberg ein, um mit der Gondel
hinaufzufahren. Leider war es oben recht kühl und wolkig, so konnten wir die eigentlich Grandiose Aussicht
nicht geniessen.
 
Nach einem Frühstück auf der Terasse, bei strahlendem Sonneschein, lautete unser Tagesziel:
Cape of Good Hope, immer an der traumhaften Küste entlang. Nach mehreren kleinen Zwischenstop´s
(am Strand Drachen steigen lassen, Muscheln sammeln, Picknick,...) galt es nun das Kap der Guten Hoffnung zu erklettern. Die Anstrengungen werden mit einfach fantastischen Ausblicken belohnt. Auch am Capepoint gilt es scih sporlich zu betätigen, der Aufstieg bis zur Aussichtsplattform kann einen schon ins schwitzen bringen. Im Jahr 2004 waren wir hier schon einmal, nach unserem Eindruck ist alles deutlich Touristischer angelegt. Eine Folge der Fußball WM?
Auf der Rückfahrt haben wir dann unseren ersten und einzigen Wal gesichtet!
 
Lighthouse am Capepoint
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